Die Wassermühle

Komplett-Geschichte
der Wassermühle

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1551
Der Remscheider Heimatforscher Erwin Stursberg stellte fest, daß die Lenneper Wassermühle erbaut sein soll. Es war eine Cameral-Bann-Mühle, in der die umliegenden Bauern ihr Korn mahlen lassen mußten.
1820
Wilhelm Reichenberg war der letzte Pächter der Wassermühle. Er wollte von der Stadt Lennep die Mühle kaufen.
1824
Peter Johann Mühlinghaus, Besitzer der benachbarten Spaniermühle erwarb die Wassermühle. Im Kaufvertrag stand eine seltsame Klausel. Laut dem sechsten Artikel wurde Mühlinghaus verpflichtet "die Mühle als Mahlmühle auf ewige Zeit zu belaßen"
25.4.1825
Für 200 Rthlr. kaufte sich Peter Johann Mühlinghaus von der seltsamen Klausel los und veräußerte die Wassermühle mit den jetzt frei verfügbaren Gerechtigkeiten an seinen Bruder Johann Mühlinghaus und dessen Kompagnon Johann Korthaus.
1828
In der Textilfabrik von Mühlinghaus & Korthaus standen acht Scheertische und eine Rauhmaschine.
1840
Eine 16 PS starke Dampfmaschine der Aachener Firma Dobbs & Poensgen trieb die Maschinen in der ehemaligen Wassermühle an und verbrauchte dabei 28 Scheffel Kohlen (ca. 1500 kg)Kohlen in 24 Stunden
1852 34 Arbeiter waren in der Fabrik beschäftigt. Um diese Zeit stand schon längst ein größerer (9 x 35 m) massiver Fabrikbau auf den Grundmauern oder neben der alten Wassermühle.
um 1865
Friedrich Wilhelm Heinrich (FWH) Karsch erwarb von Johann Korthaus die Fabrik "Wassermühle" und wandelte sie in eine Streichgarnspinnerei um.
um 1880
Arnold Budde übernahm die Spinnerei vom Onkel seiner Frau - Friedrich Wilhelm Heinrich (FWH) Karsch
1.12.1904
Die ehemalige Spinnerei von Budde-Karsch brannte ab. Zu dieser Zeit betrieben die Gebrüder Libbert aus Barmen eine Lumpensortieranstalt in dem alten Gemäuer.
1906
August Kerkenberg baute die Ruinen teilweise wieder auf. Fünf Mitarbeiter sollten in seiner neuen Fabrik Schraubstollen, Wagenschrauben und ähnliche Schmiedeteile produzieren.
1917
Gustav Ellinghaus erwarb die Fabrik, sowie das Wohnhaus an der Wassermühle und gründete mit Kerkenbergs Schwiegersohn Wilhelm Lenz aus Coburg eine Schraubenfabrik.
in den fünfziger Jahren
20 bis 25 Mitarbeiter produzierten bei der Firma Ellinghaus & Co. Muffen und Tretlagergehäuse für Fahrräder und machten sich mit dem Fabrikzeichen "Elco" einen Namen. Diese Muffen dienten als Verbindungsstücke des Fahrradrahmens.
1965
Nachdem der Wupperverband die Gebäude schon ein Jahr vorher übernommen hatte, schloß die Firma Ellinghaus um diese Zeit für immer ihre Tore.
heute
Ein Regenrückhaltebecken und ein Wanderparkplatz befinden sich heute an Stelle der Lenneper Cameral-Bann-Mühle.

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Peter Dominick 2007